Mehr als zehn Jahre ist es bereits her, dass Christian Prokop die Bundesliga mit dem SC DHfK Leipzig begeisterte. Sein Erfolg an der Seitenlinie hievte ihn als Nachfolger von Dagur Sigurdsson ins Amt des Bundestrainers. Dort wollte er die Dinge ganz anders machen, doch sein Plan ging nicht auf. Trotz des Halbfinaleinzugs bei der Heim-WM 2019 und eines guten fünften Platzes bei der Europameisterschaft zwölf Monate später, wurde er kurz nach seinem dritten Turnier im Februar 2020 entlassen.
Im Interview mit Sascha Staat blickt er aber nicht nur auf die Phase beim DHB zurück, sondern erzählt auch von seinem neuen Job, der eigentlich sein alter ist. Als Lehrer an gleich zwei Schulen steht Sport natürlich im Mittelpunkt, vor allem jedoch die Perspektive. Sicherheit im Vergleich zur Unsicherheit im Trainergeschäft war ein wichtiger Grund für seine Entscheidung, wobei die Familie durchaus ein Wort mitreden durfte. Eine Rückkehr in den Handball scheint dennoch eine Frage der Zeit zu sein.
